The New Normal

Die Beschränkungen und veränderten Verhaltensweisen im öffentlichen Raum und im zwischenmenschlichen Umgang sind mittlerweile etabliert. Neben der Pandemie erhalten andere gesellschaftliche und private Fragestellungen wieder eine wachsende Aufmerksamkeit. Die besondere Lage wird zwar weiterhin bei zahlreichen Vorhaben bedacht, bestimmt jedoch nicht mehr jedwede Überlegung des Lebens.

Die Möglichkeitsräume sind wieder größer geworden – zur sozialen Begegnung, für kulturelle Teilhabe oder auch die Bewegung über den Radius der eigenen Wohngegend hinaus. Gleichzeitig wird auf andere Weltregionen geblickt, in denen sich die Pandemie weiterhin ausbreitet; nicht zuletzt weil manch’ Regierungen nicht im Sinne einer Eindämmung des Virus handeln. Es zeigt sich: The New Normal ist eine Zustandsbeschreibung, für eine sich in Abhängigkeit von wirtschaftlichen und gesundheitlichen Parametern immer wieder verändernde Ausgangslage.

Die Bildredaktion der Ostkreuzschule für Fotografie (OKS) hatte bereits im Mai dazu aufgerufen The New Normal fotografisch zu interpretieren. Hier kommt eine weitere Auswahl an Bildern und die zum Teil dazugehörigen Gedanken der jeweiligen Fotograf*innen.

Foto: Piotr Wojsznis

“Die neue Normalität existiert nicht, weil die alte Normalität auch nicht existierte. Früher haben wir in der Illusion gelebt, und jetzt erleben wir die brutale Wahrheit über Menschen.” Piotr Wojsznis

Foto: Winfried Alberti
Fotos: Milan Koch

“… ein visuelles Stimmungsbild der derzeitigen Lage im öffentlichen Raum.“ Milan Koch

Fotos: Amelie Koerbs

“Eigentlich wollte ich nur für ein Wochenende bei meinen Eltern bleiben, aber ich blieb für zwei Monate. Am Anfang war der Gedanke komisch, wieder mit meinen Eltern zusammen zu wohnen. Ich habe versucht, mir eine Routine für einen „normalen“ Alltag zu schaffen, die mich von dem Gedanken „Ich wäre viel lieber in Berlin.“ ablenken würde. Das klappte manchmal gut, manchmal schlecht. Ein Teil meiner Routine waren die täglichen Abendspaziergänge durchs Dorf. Dabei habe ich nicht nur mein Dorf neu kennengelernt, sondern auch mich und meinen Bezug zu meinem „Zuhause“. Es ist ein schönes Dorf und es war schön, wieder dort gewohnt zu haben.” Amelie Koerbs

Fotos: Clemens Fischer

Foto: Bernadette Breyer

Wir bedanken uns für die Einreichungen bei den beteiligten Fotograf*innen Winfried Alberti, Bernadette Breyer, Clemens Fischer, Milan Koch, Amelie Koerbs und Piotr Wojsznis.

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