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Nahaufnahme: Delia Friemel

In der Rubrik Nahaufnahme sprechen Fotografen/-innen und Dozenten/-innen der Ostkreuzschule über Bilder, die ihnen besonders am Herzen liegen. Diesmal haben wir die OKS-Studentin Delia Friemel darum gebeten, uns einen Einblick in die Entstehung ihres Fotos zu geben.

Anarella, Foto: Delia Friemel

Was heißt es, sich wirklich zu spüren?

Kann man durch intensive Berührungen seinen Körper neu entdecken?

Wie nah liegt Lust an Schmerz und welche Grenzen gibt es zwischen Individuen, welche lassen sich überwinden?

Fragen wie diese kamen mir in den Kopf, als ich Anarella im Rahmen eines Langzeitportraits mit meiner Kamera begleiten durfte.

Mich fasziniert die Leidenschaft, die sie verkörpert und die Hingabe mit der sie ihr Leben dem Thema Sexualität und Aufklärung widmet.

Anarella ist Künstlerin, Produzentin und Performerin.

Sie gibt Workshops, macht experimentelle erotische Filme und tritt in der Öffentlichkeit auf, um Stereotypen aufzulösen und einen offeneren Zugang zur Erotik zu vermitteln.

Ich konnte spüren, dass es nicht nur um Sex geht, sondern mehr um ein spielerisches Ausprobieren. Es geht darum menschliche Nähe zu fühlen, so wie seinen eigenen Körper und seine Grenzen zu erleben und neu zu definieren.

Eine Geschichte über Sinnlichkeit, Vertrauen und sexuelle Befreiung.

Delia Friemel, 1996 in Gröbenzell geboren und aufgewachsen, lebt derzeit in Berlin und arbeitet als freischaffende Fotografin. Seit 2017 studiert sie an der Ostkreuzschule für Fotografie und ist momentan im Orientierungssemester in der Klasse von Ludwig Rauch.