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OKS-Lab fragt…

In der Serie »OKS-lab fragt…« beantworten Dozenten, Fotografen, Macher und Absolventen im Rahmen der Ostkreuzschule für Fotografie Fragen zu ihrer Arbeit, ihrer Beziehung zur Fotografie und Lebensart.

Als Bernd Diekjobst ein Fototreffen in einem Offspace in Neukölln organisierte, fanden schnell weitere Veranstaltungen statt. Er war damals in der Bildredaktionsklasse 2016/17 und lud die Ostkreuzstudenten/-innen ein, gemeinsam Ausstellungen zu gestalten. Und da gab es die Inspiration für ein neues Projekt: GLEW Magazine.

Wie kamst du auf die Idee, ein Magazin zu gründen?

Ich finde es gut die Ergebnisse meiner Arbeit und die der Fotografen/innen zu drucken, damit man sich auch in der Zukunft noch daran erinnern kann.

Alle Fotostrecken, die ausgestellt wurden, sind auch in dem Magazin abgedruckt. Es handelt sich immer um Fotos von Studenten/-innen. Es wichtig ist, früh zusammen zu arbeiten und sich gegenseitig Feedback zu geben, damit sie nicht nur für den Unterricht und die Festplatte oder Schublade arbeiten.

Also, sind da nur Ostkreuzstudenten/-innen in GLEW?

Ne, wir arbeiten auch gerne mit Strecken außerhalb der Schule. Dieses mal machen vier andere Fotografen/-innen mit. Ich möchte das Magazin durch internationalen Input spannender machen und ihm so ein bisschen mehr Flair geben. Dass es nicht nur um Fotografen/-innen der Ostkreuzschule oder eben aus Berlin dreht. So kann man den Stil vergleichen und sich durch neue Einflüsse inspirieren lassen. Ich habe drei Fotografen aus Finnland angeschrieben, über eine Facebook-Gruppe. Das war erfolgreich und ich bin froh, dass Leute ihre Fotos geschickt haben, dankbar für ihr Vertrauen. Und freue mich darauf eine nächste Ausgabe zu machen.

Wie wird GLEW produziert?

Alle machen es ehrenamtlich oder bekommen nur sehr wenig dafür. Die Grafikerin, Carolin Heineke, arbeitet nicht umsonst, das wäre uncharmant. Und in unserem Bereich ein großes Problem, dazu will ich nicht beitragen. Wir drucken es online, so das wir die Kosten niedrig halten. Günstig produzieren ist das Konzept.

Die Fotografen/-innen und die Bildredakteure/-innen, die mitmachen, stehen meistens am Anfang ihrer Karriere. Darf ich GLEW ein Magazin über/durch Zusammenarbeit nennen?

Es würde mich sehr freuen, wenn GLEW das sein wird. Die Zusammenarbeit mit den finnischen Fotografen/-innen war spannend und bereichernd.

Was sind deine Lieblingsserien?

Kein Favorit, aber sehr dankbar bin ich Matthias Duryek. Alles hat angefangen mit Matthias. Er hatte für seine Strecke nur einen Tag Zeit und zeigt eine interessante Sicht auf die Arbeit beim Radio. Jeder Beitrag ist auf seine Art gut, schließlich haben die Fotografen/-innen sich dafür entschieden ihre Arbeiten zu zeigen.

Danke für das Gespräch, Bernd. Viel Erfolg für die nächste Ausgabe! 

Beitragsbild: Tobias Kruse