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New York Edited.Out of Place – Buchgestaltung

Im Rahmen des Aufbaustudiums der Bildredaktionsklasse von Nadja Masri an der Ostkreuzschule für Fotografie entstand im letzten Jahr die siebte Ausgabe der Fotobuchserie New York Edited, diesmal mit dem Titel Out of Place. In Zusammenarbeit mit dem International Centre of Photography New York  (ICP) editierten die Bildredakteure unter der Leitung von Nadja Masri zwölf ausgewählte Abschlussarbeiten der Fotografen des Documentary Practice and Visual Journalism Program. Das Buch erschien Anfang Februar und ist in der Buchhandlung 25books von Hannes Wanderer sowie online unter www.25books.de erhältlich.

Für die Umsetzung des Buches und dessen Gestaltung fand die Bildredaktionsklasse Unterstützung bei zwei Experten, die wir hier kurz vorstellen möchten und die zum Entstehungsprozess des Buches massgeblich beigetragen haben.

Christine Gundelach arbeitet nach ihrem Studium 2002 als selbständige Kommunikations-Designerin für Verlage und Magazine in Berlin. 2011 absolviert sie an der Ostkreuzschule für Fotografie den Studiengang Bildredaktion, durch den sie ihren Schwerpunkt Editorial Design effektvoll bereichern kann.

www.editienne.de

OKS-lab: Welchen Anreiz gab es für Dich dieses Fotobuchprojekt zu unterstützen?

Christine Gundelach: Das Kooperations-Buchprojekt zwischen dem ICP und der Ostkreuzschule für Fotografie finde ich ein geniales Konzept. Beide Klassen halten eine handfeste Abschlussarbeit in den Händen, in dem ein Teil ihres umfangreichen Ausbildungsjahrs sichtbar wird. Ich arbeite als Designerin viel mit Buchverlagen zusammen und hoffe, den Studenten die Buchgestaltung und deren Herstellung etwas näher gebracht zu haben.

Bist Du auf eine Herausforderung bei der Umsetzung getroffen?

Gestalterisch haben die Studenten sehr viel Eigeninitiative mit einfließen lassen und sich auch sehr genau überlegt, welche Inszenierung die Bild- aber auch die Geschichtenreihenfolge haben muss. Die Herausforderung bestand hier eher in dem Bereich der Herstellung. Studentische Projekte sind ja nicht mit einem Produktionsbudget eines Buchverlags vergleichbar, sodass wir manchmal zwischen Materialfetisch, Wirkung und Machbarkeit abwägen mussten.

Joscha Bruckert:

Ich wurde im Sauerland geboren, da kommt jeder dritte deutsche Weihnachtsbaum her. Nach meinem Fotografiestudium an der Fachhoschschule Dortmund habe ich ein paar schläfrige Jahre in Leipzig verbracht und wohne inzwischen in Berlin. Ich verbringe meine Tage mit Retusche und Druckvorstufe und meinem kleinen Fotomagazin Romka.

http://joschabruckert.de

OKS-lab: Welchen Anreiz gab es für Dich, dieses Fotobuchprojekt zu unterstützen?

Joscha Bruckert: Als ich im Zuge meines eigenen Fotostudiums die ersten Zines und Künstlerbücher gemacht habe, war ich immer heillos überfordert bei der Erstellung der Druckdaten. Als mir dann eine liebe Freundin, die auch gerade an der Ostkreuzschule für Fotografie studiert, von diesem Projekt erzählt hat, war ich natürlich sofort dabei — so eine nette Idee soll ja nicht an irgendwelchen Profileinstellungen scheitern. Außerdem helfe ich auch einfach gerne, wenn ich helfen kann.

Bist Du auf eine Herausforderung bei der Umsetzung getroffen?

Die Vor- und Aufbereitung seitens der Studierenden der Ostkreuzschule für Fotografie und des ICP war tatsächlich ziemlich vorbildlich, da habe ich schon sehr viel schlechtere Erfahrungen bei sehr viel größeren Büchern gemacht. Produktionstechnisch muss man bei studentischen Projekten natürlich die Kirche im Dorf lassen, aber ich denke, wir haben ein schönes Ergebnis auf dem Tisch.

Ein herzliches Dankeschön an Tine und Joscha für ihre Unterstützung!