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Do not feed the Krokodil

Die Gruppenausstellung Do not feed the Krokodil zeigt neue Arbeiten der Fotograf/-innen der zweiten Postgraduiertenklasse der Ostkreuzschule für Fotografie, welche von Prof. Ute Mahler (Ostkreuzschule für Fotografie) und Robert Lyons (Hartford Art School) betreut wurden. 

Die Klammer um das Projekte bilden zwei Gegensätze: die Gemeinschaft der Fotografen und ihre Unterschiede. Über zwei Jahre hinweg entwickelten sich so Projekte, in denen sich jeder mit ganz persönlichen Themen auseinandersetzte. In der Reflektion und gleichzeitigen Anlehnung an den Rest der Gruppe finden unterschiedliche Herkunftsländer und Lebenswege ihren Ausdruck in einem breiten thematischen Bogen von Sehnsucht und Spurensuche über Heimweh, Sex und der Banalität des Alltags bis hin zu imaginären Landschaften und dem Unfassbaren.

Eine kleine Auswahl zeigen wir hier.

Aus der Arbeit "what we do in the light", Foto:  Alexa Vachon

Aus der Arbeit what we do in the light, Foto: Alexa Vachon

Alexa Vachon erkundet mit what we do the light die Motivationen, die hinter queerer und feministischer Pornografie stehen. Dabei stellt sie die individuellen Akteure (Performer/-innen, Regisseur/-innen, Producer/-innen) sowie die Fragen nach dem “Warum” und “Wie” in den Fokus.

Aus der Arbeit "Vater, Sohn und der Krieg", Foto: Tom Licht

Aus der Arbeit Vater, Sohn und der Krieg, Foto: Tom Licht

Tom Licht bricht 2013 mit seinem Vater (*1940) zu einem etwas anderen Road Trip auf: Eine Spurensuche Tausende von Kilometern ostwärts, um den Ort zu finden, an dem 1941 der damals 35-jährige Großvater des Fotografen bei einem Angriff auf ein russisches Dorf gefallen ist. Mit Vater, Sohn und der Krieg visualisieren sich bis dato unausgesprochene Fragen und Wunden.

Aus der Arbeit "We must meet apart", Foto: Emilie Delugeau

Aus der Arbeit We must meet apart, Foto: Emilie Delugeau

Die Frage, „How could I possibly Measure the Distance Between our two Bodies?“, stellt Émilie Delugeau offen und gibt ihre Antwort in visueller Form mit der Arbeit We must meet apart. Sie studierte an der École Nationale Supérieure de la Photographie in Arles, wo sie 2006 ihren Abschluss machte.

Aus der Serie "Vogelfrei", Foto: Stephanie Steinkopf

Aus der Serie Vogelfrei, Foto: Stephanie Steinkopf

Stephanie Steinkopf fragte sich schon als Kind, wie es denn eigentlich ist, quasi schutzlos auf der Straße zu leben. In Anlehnung an den Film Sans toit ni loi (dt. Titel Vogelfrei) der Künstlerin Agnes Varda, entstand die Idee zur der fotografischen Strecke Vogelfrei. Ein wichtiger Aspekt des Projektes ist es, die „Unsichtbarkeit“ von Obdachlosigkeit sichtbar zu machen und den eigenen Blick auf Obdachlose zu hinterfragen.

Mit Fotograf/-innen aus Argentinien, der Schweiz, Israel, USA, Frankreich und Deutschland: Paula de Abrantes, Emilie Delugeau, Djamila Grossman, Tom Licht, Ann Lofy, Bigi Möhrle, Anna Charlotte Schmid, Gine Seitz, Noga Shtainer, Stephanie Steinkopf, Dana Stölzgen, Katrin Streicher, Alexa Vachon.

Vernissage: 16.04.2016 ab 19 Uhr
Finissage: Pünktlich zum Gallery Weekend am 30.04.2016 ab 19 Uhr
Öffnungszeiten: Montag – Freitag 12-19Uhr, Wochenende 11-19Uhr

Wo:
Direktorenhaus, Am Krögel 2, 10179 Berlin
www.direktorenhaus.com

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Beitragsbild aus der Serie Tausend Morgen von Djamila Grossman

Ute Mahler, geboren 1949 in Berka (Thüringen), schloss ihr Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig 1974 ab. Sie hatte einen Lehrauftrag an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Seit 2000 ist sie Professorin für Fotografie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Sie ist Gründungsmitglied von OSTKREUZ

Robert Lyons, erwarb 1979 den Master of Fine Arts an der Universität Yale. Er lebt und arbeitet in Berlin und Massachusetts und lehrte bereits in den USA und in Europa an zahlreichen Einrichtungen, darunter an der University of Washington, dem Photographic Center Northwest, dem International Center of Photography, und an der Ostkreuzschule für Fotografie.